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Mario Kramp

1870/71 Franzosen in Köln

Die vergessenen Gefangenen des Deutsch-Französischen Kriegs

Genre: Sachbuch/Essay
Seiten: 255
ISBN: 978-3-948682-11-8
Bemerkung

EUR 24,00

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Zum Inhalt:

Sie werden sie als Eroberer erwartet – und kommen als geschlagene Armee.

Fast eine halbe Million Franzosen geraten im Deutsch-Französischen Krieg in Gefangenschaft. Bis zu 19.000 werden in Köln interniert – französische Offiziere nehmen am gesellschaftlichen Leben in der Stadt teil, die Soldaten dagegen werden in Deutz, Gremberg und Wahn in Lager gepfercht.

Halten jene Franzosen die Kölner für stramme Preußen – oder für heimliche Freunde Frankreichs? Wie gehen die Kölnerinnen und Kölner mit ihnen um? „Tout Cologne“ pilgert nach Wahn, um die Gefangenen zu sehen. Oder nach Deutz zur Aufführung einer Operette von Jacques Offenbach, gespielt von dort internierten Franzosen.

Von erstaunlicher Aktualität ist eine Pandemie: mit den Franzosen kommen die Pocken. Köln übersteht die Seuche trotz wütender Proteste von Impfgegnern relativ glimpflich.

Bemerkenswert ist der Umgang mit afrikanischen Soldaten aus Frankreichs Kolonien, zumal vor dem Hintergrund der heutigen Rassismus-Debatte. Nie vor 1870 hat man in Köln so viele Schwarze Menschen gesehen: den arabisch sprechenden Muslimen begegnen die Kölnerinnen und Kölner mit rassistischen Vorurteilen, aber auch mit unbändiger Neugierde und Mitgefühl.

Auf Basis zahlreicher deutscher und französischer Quellen zeichnet Mario Kramp ein lebendiges, reich illustriertes Bild dieses erstaunlichen, bis heute vergessenen Kapitels der deutsch-französischen Geschichte.

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