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Elias Bierdel

VITA

Elias Bierdel

geboren 1960 in Berlin. Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Dortmund, Volontariat und erste Stelle als politischer Redakteur bei der Tageszeitung Westfälische Rundschau. Seit 1985 unter anderm für WDR, hr, NDR und Deutschlandfunk tätig. 1998-2001 Korrespondent im ARD-Studio Wien (Südosteuropa). Januar-Juli 2002 als Projektmitarbeiter für Cap Anamur in Afghanistan, anschließend bis November 2004 Vorstand und Geschäftsführer des Komitees. Lebt als Autor und Journalist in Köln.

PUBLIKATIONEN

Ende einer Rettungsfahrt – Das Flüchtlingsdrama der Cap Anamur

INTERNET

IM VERLAG SIND ERSCHIENEN

PRESSESTIMMEN

...aber alles, was passiert sei, sei ausschließlich aus humanitären Gründen geschehen. Das ist glaubhaft, befindet die, die das Vorwort zu seinem Buch geschrieben hat - Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: "Ich bewerte das ja weder juristisch noch sonst was, sondern ich schätze den Elias Bierdel, weil ich finde, er ist ein Kämpfer, und er ist jemand, der eben aus einer wirklich tiefen Motivation tätig geworden ist, und das wollte ich deutlich mit unterstützen."
Von dieser Motivation ist Bierdels Buch geradezu durchdrungen...
Samuel Schirmbeck, Hessischer Rundfunk online

Wilke vom DZI nimmt Bierdel und Schmidt vor den Vorwürfen in Schutz: „Das Flüchtlingsproblem ist eine der schwierigsten humanitären und ethischen Fragen in Europa. Deshalb ist es gesellschaftlich hoch anerkennenswert, wenn sich Personen und Organisationen für die Bedürftigen einsetzen. Damit begeben sie sich aber automatisch in ein politisches Minenfeld.“ ...
ZDF-Redakteur Luten Leinhos war der einzige Fernsehjournalist auf dem Schiff. Fünf Tage begleitete er die Flüchtlinge und die Crew. Seine Bilanz: „Die tragische Figur war am Ende Elias Bierdel.“
Matthias Lehmphul, Der Tagesspiegel

Mit dem Fall der Cap Anamur führte die italienische Regierung de facto neue Bestimmungen ein, wonach die Rettung von Flüchtlingen, die sich der italienische Küsten nähern, ausschließlich der Küstenwache und der Marine vorbehalten ist. Dazu meint Angelo Capodicasa, Regionalpolitiker im besonders betroffenen Sizilien: "Die Rettung von Ertrinkenden auf hoher See steht jetzt auf dem Spiel. Das Gesetz schreckt alle ab, die sich um die Bergung der Menschen auf dem Meer bemühen. Ob es nun Fischerboote sind oder Handelsschiffe, alle haben den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden, bloß keine Schiffbrüchigen mehr an Bord zu nehmen." ... Der Rechtsexperte Salvatore La Rosa sieht einen erheblichen Widerspruch zwischen dem geschriebenen Recht und der politischer Linie seines Landes:"Das italienische Seerecht schreibt ausdrücklich vor, dass jeder Kommandant eines Schiffs verpflichtet ist, Menschen in Seenot zu retten, sofern er dadurch nicht sein Schiff und seine eigene Besatzung in Gefahr bringt. Tut er das nicht, dann macht er sich strafbar. Natürlich gibt es auch internationale Vorschriften, in denen die gleichen Vorschriften gelten, und zwar für alle Staaten, die solche Konventionen unterzeichnet haben."
Karl Hoffmann und Brigitte Baetz, Deutschlandfunk

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