Home : Programm : Gelächter, sortiert
Gedichte / Edition Die Tausend

Genre: Lyrik
Seiten: 96
ISBN: 978-3-935221-59-7
Bemerkung Fadenheftung, Leineneinband mit Schutzumschlag
Lutz Rathenow hat seine Art, die Welt lyrisch misszuverstehen, neu sortiert. Das Ergebnis sind verschiedene Arten von Gelächter – einschließlich aufdringlicher Abwesenheit von Humor. Sagt Rathenow. Und wagt sich an Versuche über Paderborn.
Sarkastisches vermischt sich in den Betrachtungen mit Leichtem, lockere Stimmungsbilder mit warnenden Beispielen. Erfrischend ist die konsequente Politisierung des Alltäglichen. Rathenow versteht es, einen eigenen Ton zu finden, der sich von ostalgischer Geschichtsvergessenheit ebenso wohltuend unterscheidet wie von der Beliebigkeit gefälliger Lifestyle-Kolumnen; er bringt den Leser zum Lachen, ohne der Situation den Ernst zu nehmen.
Hartz 25
Aus Kostengründen, ab 1.1.2023 –
Zusammenlegung von – der Grund
aller Kosten sind die Kosten. Mensch,
was der rostet. Und mäkelt herum
an seiner Suppe – die Vereinigung
von Pflegeeinrichtungen und Friedhöfen.
Ein Kostenfaktorenminderungsgebot.
Anzustreben sei die Unterbringung
bestattungsnah.
PRESSESTIMMEN
Lutz Rathenow reklamiert für sich im Reich der deutschen Dichter seit Jahren die Stellung, die Elvis Costello im Popgeschäft besetzt hält. Ein bisschen quengelig die Stimme, ohne Seitenblick auf den Mainstream geschrieben die Verse […]
Zeilen, die sich auch ungereimt einen Reim machen auf Sex und Zeit und Paderborn und was so passiert. Die Mischung ist bunt, der Ton zart und die Farbwahl erden.
Mitteldeutsche Zeitung, 16. Mai 2009
Irritierende Töne geben scheinbaren Alltagsbegebenheiten, aber auch einer einfühlsam erzählten Liebe am Meer, der Gegenkultur der Graffiti-Szene oder der Einsamkeit moderner Handy-Kommunikation besondere Intensität. [...] Seine neuen Gedichte lesen sich weniger glatt, dennoch wirken sie in abrupter Eleganz.
Udo Scheer, Sächsische Zeitung
[Der] seit langem in Berlin lebende Schriftsteller und Lyriker Lutz Rathenow gehört schon aufgrund seines Körperumfangs mitnichten zu jenen angeblich Unsichtbaren […] Eine Schönheit der Reflexion ist dies, feine Balance aus Kontemplation und Quecksilbrigkeit […] Der Mann aus Ostberlin, der auf seine ironisch-störrische und menschenfreundlich gemildert spöttische Art im Westen durchaus angekommen ist, weiß demnach sehr wohl, wie ein Tastsinn beschaffen sein muss, der Gedichte fühlt und erschafft.
Marko Martin, Rheinischer Merkur, 12. November 2009
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