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Achim Konejung

You Enter Germany

Hürtgenwald – der lange Krieg am Westwall / Bloody Huertgen and the Siegfried Line

Genre: Sachbuch/Essay
Seiten: 0
ISBN: 978-3-935221-90-0
Bemerkung DVD-Video/Dokumentarfilm, 104 min. + 18 min. Bonus; www.huertgenmovie.com; www.huertgenwald-film.de

EUR 19,50

Anzahl

Die Kämpfe im Hürtgenwald und entlang des Westwalls von 1944 bis 1945 gehören zu den letzten großen Mythen des Zweiten Weltkriegs. Von der "längsten Schlacht auf deutschem Boden" ist die Rede, vom "Verdun in der Eifel," von der größten amerikanischen Niederlage in Europa. Selbst die offizielle US-Militärgeschichte spricht vom Hürtgenwald als "schwarzgrünem Ozean aus Wald, in dem Hänsel und Gretel vom Weg abkamen". Hemingway nannte die Forste der Eifel "Wälder, in denen die Drachen hausen". Drachenzähne, Siegfriedlinie, Höllenwald – Begriffe die an altdeutsche Mythen und Märchen erinnern, an das Nibelungenlied, an die NS-Propaganda vom "ewigen Wald", an die Geschichten von Gespenstern und bösen Hexen im tiefen Tann.
Noch heute wird von über 68.000 Toten im Hürtgenwald gesprochen und in der Offizierskaderschule Fort Leavenworth, USA, wird die "Allerseelenschlacht" bei Vossenack und Schmidt als amerikanisches Desaster gelehrt. James Gavin, Kommandeur der 82. Luftlande Division, nannte den "Bloody Huertgen" eine "Schlacht, die nie hätte geschlagen werden dürfen". Vielleicht deshalb steht dieses historische Ereignis in den USA für immer im Schatten glänzender Siege wie die Landung in der Normandie und der Rheinübergang bei Remagen.
Zum ersten Mal seit den Kämpfen vor über sechzig Jahren hat sich nun ein Filmteam zur Aufgabe gestellt, den Mythen und Legenden auf den Grund zu gehen und die wahren Hintergründe dieser "vergessenen Schlacht" zu erforschen. Nach jahrelangen Recherchen gelang es, einige der noch lebenden Veteranen in Deutschland und den Vereinigten Staaten zu interviewen. Bisher nie gezeigte Filmaufnahmen aus den US National Archives sowie aus privaten Archiven sind eindrücklich Zeugnisse des Krieges, dessen Spuren noch heute in den Wäldern sichtbar sind.
Die eindrucksvollen Interviews mit Zeitzeugen wie dem berühmten Fotografen Tony Vaccaro oder dem späteren Princeton-Professor und deutschem Emigranten Werner "Tom" Angress bringen die Sinnlosigkeit und Brutalität des Krieges ebenso zum Ausdruck, wie die Erkenntnis des deutschen Veteranen Kurt Menzel: "Heute ich bin ich froh, dass ich dort am ersten Tag meinen Arm verloren habe. Ich konnte dadurch keinen Menschen umbringen."

Bestellformular unter: www.rheinische-edition.de

PRESSESTIMMEN

«Hölle» noch einmal in Brand gesetzt //

Achim Konejung und seinem Team ist ein Meisterwerk gelungen. Unter Verwendung von Filmen, die jahrelang unentdeckt in US-amerikanischen Archiven lagerten, hat er mit Regisseur Aribert Weiß und Produzent Jürgen Teves einen spannenden Dokumentarfilm geschaffen
In «You Enter Germany» geht es um die Kämpfe im Hürtgenwald gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, die ganz ohne falsche Heldenromantik dargestellt werden.

Groß war das Interesse bei der ersten Vorführung des 104-Minuten-Streifens in der Realschule in Kleinhau. Und wer dachte, schon alles über die «längste Schlacht auf deutschen Boden» zu wissen, der wurde eines Besseren belehrt.

Ursprünglich ging Drehbuchautor Achim Konejung davon aus, das nur noch wenige Filmmeter vorhanden seien, zumal in der «Deutschen Wochenschau» keine einzige eindeutig als authentisch erkennbare Aufnahme von den Kämpfen im Hürtgenwald gezeigt wurde. Um so überraschender war es dann, als in den National Archives in Washington stundenlanges Rohmaterial gefunden wurde, Filmaufnahmen, die bisher keinen Eingang in die Forschung fanden und somit heute vollkommen unbekannt sind.

Der Film ist nicht nur für Vorinformierte, sondern auch für Zuschauer interessant, die sich bisher noch nicht mit den Schlachten am Westwall befasst haben. Er präsentiert interessante Zeitzeugen ebenso wie atemberaubend schöne Aufnahmen aus einem Flugzeug, mit deren Hilfe genau nachvollzogen werden kann, welche katastrophalen Fehler die Amerikaner im Hürtgenwald machten.

Fotos, Zeitzeugen, altes und neues Filmmaterial, interessante Überblendungen von Straßenszenen damals und heute sowie viele ungewöhnliche Regieeinfälle: All das macht den Film kurzweilig. Und es gelingt fantastisch, die andauernde Kälte und Feuchtigkeit, den Regen, Schnee und Frost jener Monate für den Zuschauer spürbar zu machen. Auch das wochenlange Brennen des Hürtgenwaldes wird ins Bild gesetzt.

Eindrucksvoll der deutsche Zeitzeuge Kurt Menzel, der jährlich den Ort seiner Verwundung besucht. Er bekennt vor der Kamera: «Heute bin ich froh, dass ich dort am ersten Tag meinen Arm verloren habe. Ich konnte dadurch keinen Menschen umbringen.»

Wer heute in Vossenack, Schmidt oder Zerkall wohnt, im Dorf Hürtgen oder in Stolberg, Gressenich und all den anderen Ortschaften zwischen Düren und Monschau, der wird mit dem Film ein wichtiges Stück Geschichte seiner Heimat kennenlernen. Insbesondere alte Filmaufnahmen aus Aachen und Düren zeigen das Ausmaß der Zerstörungen, als Heimkehrer ihre Stadt nicht mehr erkennen konnten.

Einige Korrekturen werden die Historiker wohl machen müssen, denn: «Es wird immer so getan, als hätte der Krieg in Belgien stattgefunden, doch es war in Hürtgenwald, wo die Schlachten tobten», sagt Achim Konejung.

Aachener Nachrichten Online, Margret Vallot, 27.11.2007

Mythen vom Hürtgenwald //

Von Oktober 1944 bis Februar 1945 tobte im Hürtgenwald und entlang des Westwalls eine der heftigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Mehr als 40.000 Soldaten kamen ums Leben. Dieses völlig sinnlose, in vielen Formen dokumentierte Gemetzel ist jetzt auch Gegenstand eines soeben fertiggestellten Dokumentarfilms.
«You Enter Germany. Hürtgenwald – der lange Krieg am Westwall». Drehbuchautor ist Achim Konejung. Mythen und Legenden ranken sich um die Schlacht im Hürtgenwald. Vom «Verdun in der Eifel» ist die Rede, von der größten amerikanischen Niederlagen in Europa.

Selbst die offizielle US-Militärgeschichte spricht vom Hürtgenwald als «schwarzgrünen Ozean aus Wald, in dem Hänsel und Gretel vom Weg abkamen». Noch heute wird in der Offizierskaderschule Fort Leavenworth, USA, die «Allerseelenschlacht» bei Vossenack und Schmidt als amerikanisches Desaster gelehrt.

Zum ersten Mal seit den Kämpfen vor über 60 Jahren ist nun ein Filmteam den Mythen und Legenden auf den Grund gegangen und hat die wahren Hintergründe dieser «vergessenen Schlacht» erforscht. Nach jahrelangen Recherchen gelang es, einige der noch lebenden Veteranen in Deutschland und den Vereinigten Staaten zu interviewen.

Bisher nie gezeigte Film-Aufnahmen aus den US National Archiven sowie aus privaten Archiven sind eindrücklich Zeugnisse des Krieges, dessen Spuren noch heute in den Wäldern sichtbar sind. Der Film wurde von der Konejung Stiftung Kultur produziert und ist ab sofort für 19,50 Euro als DVD im Handel erhältlich.

Aachener Zeitung/AZ-Web.de, 27.11.2007

Neben den eindrucksvollen Interviews wird der Film durch faszinierende Bilder der Kriegsschauplätze und der Umgebung des Hürtgenwaldes, der in der offiziellen US-Militärgeschichte als „schwarzgrüner Ozean aus Wald, in dem Hänsel und Gretel vom Weg abkamen“ beschrieben wird, ergänzt.
In dieser Form gibt der Film in seiner Gesamtheit ein eindrückliches Zeugnis von der Sinnlosigkeit und der Brutalität dieses Krieges. Ein Krieg, dessen Spuren nach wie vor sichtbar sind
Christian Zech, Neue Rheinische Zeitung,

Achim Konejung, der 52-jährige Kabarettist, der heute die von seinem Vater gegründete Konejung-Stiftung: Kultur weiterführt, brachte 2007 unter dem Titel "You enter Germany" einen ausführlichen Dokumentarfilm über die Schlacht im Hürtgenwald heraus. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das traumatische Geschehen im Hürtgenwald der wilden Überlieferung, den falschen, düsteren Romantisierungen auf beiden Seiten - Ernest Hemingway, der als Kriegsberichterstatter dabei war, sprach von "Wäldern, in denen die Drachen hausen" - sowie unangemessenen Vergleichen zu entreißen [...] In Zusammenarbeit mit Historikern will Konejung eine seriöse Geschichtsforschung und verantwortungsvolle Gedächtniskultur für die Hürtgenwald-Schlacht etablieren.
Richard Herzinger, Welt am Sonntag, 28. Juni 2009

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