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Versnetze_sechs

Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart

Genre: Lyrik
Seiten: 340
ISBN: 978-3-944566-06-1
Bemerkung

EUR 22,00

Anzahl

Mit kleinen Verschiebungen

Wie bereits die Vorgängerbände fand auch Versnetze_fünf positive Resonanz in den Medien, so unter anderem im SWR 2: „Ein hochaktuelles großartiges Kompendium deutschsprachiger Gegenwartslyrik.“ Versnetze-Ausgaben gehören inzwischen im In- und Ausland zum Bestand vieler Stadt-, Staats- und Universitäts-Bibliotheken, beispielsweise in Berlin, Bonn, Heidelberg, Köln, Weimar, Zürich, London (British Library), Paris (Bibliotheque nationale de France), Berkeley (University of California), Harvard, Princeton, Stanford, Yale und Montreal (McGill University).

Die 2008 begonnene Reihe hat also einige Kreise gezogen, die wir mit dem neuen hochaktuellen Kompendium möglichst großartig erweitern möchten. Der vitale Pluralismus der deutschsprachigen Gegenwartsdichtung spiegelt sich auch in Versnetze_sechs wider: jenseits der Gräserwisperei angesiedelte Naturlyrik mit subtilen Wahrnehmungen und Umweltproblematik, urbane Impressionen, poetologische Reflexionen, Dissonanzen, poetische Momentaufnahmen, narrative Schreibweisen, politisch eingefärbte Gegenwartserkundungen, artistische Kunststücke, Verfremdungen, experimentelle Ansätze, offene Enden, aber auch das pointierte Gedicht. Traditionen werden aufgegriffen und aktualisiert, Einflüsse der literarischen Moderne mit „kleinen Verschiebungen“ (Ernst Jandl) variiert.

Moderne Lyrik ist kein Wohlfühlkabinett. So wird man in Versnetze_sechs vergeblich naive Erbauungs- und Heile-Welt-Poesie suchen. „Das Gedicht ist nicht der Ort, wo die Schönheit gepflegt wird“ (Christoph Meckel, „Rede vom Gedicht“). Selbstverständlich würden wir uns freuen, wenn möglichst viele der hier veröffentichten Texte auf einer Skala von leicht zugänglich bis hochkomplex die Zustimmung der Leser fänden, auch wenn man sich eventuell an dem einen oder anderen Gedicht reiben kann. Daß er gelegentlich Widerspruch erntet, gehört zum „Geschäft“ eines Herausgebers.

Die Vernetzung der Generationen und Regionen ist wieder, jeweils mit dem jüngsten Autor beginnend, großräumig nach Postleitzahlbereichen vorgenommen worden – vom Osten (0/1) über den Norden (2/3), Westen (4/5), Südwesten (6/7) bis in den Süden bzw. Südosten (8/9). Das Versnetz „Kleiner Grenzverkehr“ enthält neue Gedichte von deutschsprachigen Lyrikern aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Finnland und den USA.

Unser Dank gilt allen Einsendern, die uns Beiträge für eine Veröffentlichung in dieser Anthologie zur Verfügung gestellt haben, sowie den Verlagen für die Abdruckgenehmigungen. AK, Juni 2013

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